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Das "Jahr des
Priesters" soll die weltweit mehr als 400.000 katholischen
Geistlichen an die Ideale ihrer Berufung erinnern und für
Priesternachwuchs werben. Äußerer Anlass der Initiative ist das 150.
Todesjahr des heilig gesprochenen Pfarrers von Ars, Jean-Marie
Vianney (1786-1859).
Während des "Jahres des Priesters" sind
weltweit in den Diözesen Veranstaltungen aller Art geplant.
In unserer Pfarrgemeinde Dom zum
Heiligen Kreuz wurde von Pfarrer Richard Hentrich ein Arbeitskreis
initiiert, der sich als Aufgabe gestellt hat, den Zusammenhang der
Jahr-des-Priesters-Thematik mit der konkreten Nordhäuser Situation
sichtbar zu machen.
Sechs Thementafeln werden erstellt, um
die Erkenntnisse des Arbeitskreises der Gemeindeöffentlichkeit
vorzustellen. Als Termin ist der 11. Juni 2010 vorgesehen.
An diesem Tag (Hochfest Heiligstes Herz
Jesu) wird im Nordhäuser Dom, um 18.30 Uhr, sozusagen als
liturgischer Höhepunkt zum Thema "Jahr des Priesters", ein
Gottesdienst gefeiert, in dem auch der verstorbenen Seelsorger
gedacht wird.
Seinen Abschluss
findet das Themenjahr mit einem internationalen Priestertreffen vom
9. bis 11. Juni 2010 in Rom.
Erzbischof Piacenza
sieht im Pfarrer von Ars ein "Modell" für die Priester von heute -
"trotz zeitbedingter Formen, die einem heute überholt vorkommen".
Wörtlich meinte der Sekretär der Kleruskongregation: "Wenn man die
Biografie des Pfarrers von Ars aufmerksam liest, dann stößt man zwar
auf einige zeitbedingte Ausdrücke und Haltungen, aber man versteht
auch, dass der Kern seines Denkens und seines Dienstes absolut
aktuell ist. Er war nämlich wirklich ein Grenzgänger: Pfarrer in
einer armen und schwierigen Gemeinde, wo der Glaube schwach und die
Sitten eher lax waren. Er hat sich nicht den Leuten angepasst,
sondern eine Radikalität gelebt, die mit der Zeit seine ganze
Umgebung angesteckt hat".

Monsignore Waclawek (links
im Bild) feiert sein diamantenes Priesterjubiläum im
Fuldaer Josefsheim.
Rechts im Bild Weihbischof Johannes Kapp |
Wenn wir
ein Jahr des Priesters begehen, dann müssen wir uns auch
erinnern an un- seren ehemaligen Pfarrer, Herrn Dechant
Norbert Waclawek.
Monsignore Waclawek feierte kürzlich in der Kapelle des
Josefsheims in Fulda sein Diamantenes Priesterjubiläum.
60 Jahre wahrhaften Dienst am Menschen, mit großer Güte
und tiefem Gottvertrauen!
Wer ihn erlebt hat, wir das nur bestätigen können.
Nach der
Vertreibung aus seiner oberschle- sischen Heimat trat
er, ganz nach seinem priesterlichen "Ad sum - hier bin
ich", den Dienst in der thüringischen Diaspora (da- mals
noch russische Besatzungszone) an und wirkte als Kaplan
in in Eisenach und Gotha und später als Pfarrkurat in
Bad Sulza und Bad Berka.
1967
wurde Norbert Waclawek Dompfarrer und Dechant in
Nordhausen, wo er auch als Vertreter in den
Pastoralkongress der damaligen DDR delegiert war.
Aus
gesundheitlichen Gründen wirkte Monsignore Waclawek dann
ab 1982 als Krankenhausseelsorger in Bad Orb. |
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Nachtrag:
Am 21. Januar 2010 verstarb
Monsignore Norbert Waclawek und wurde - seinem Wunsch
entsprechend - auf dem Friedhof von
Freigericht-Altenmittlau am 27.01.2010 beerdigt (siehe
auch
hier)
Im
Nordhäuser Dom feierten wir deshalb am 3. Februar 2010, um
9.00 Uhr, das Requiem für den Verstorbenen. |
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25.
Weihejubiläum
Die Kirche spendet
das Weihesakrament in drei Stufen: die Diakonenweihe, die
Priesterweihe und die Bischofsweihe. Alle Empfänger des
Weihesakramentes sind zu einem gemeinsamen Dienst in der Kirche
berufen.
Am Ostermontag feierte Diakon Edmund Döring mit seinen
Gästen im Nordhäuser Dom ein Dankgot- tesdienst aus Anlass seines Silbernen
Weihejubiläums.
Die Pfarrgemeinde
Nordhausen und die Filialgemeinde Niedersachswerfen gestalteten ein
festliche Hoch- amt als Dank an Diakon Döring, der in 24 Jahren
einprägsame Spuren seines seelsorgerischen Wirkens hinterließ.
Hauptzelebrant des
Gottesdienstes war Kardinal Georg Sterzinsky, Erzbischof von Berlin,
langjähriger Wegbegleiter Edmund Dörings und als ehemaliger Pfarrer
in Jena letztlich der "geistliche Impuls" für die Entscheidung zum
Diakonenamt.
Gemeinsam mit dem
Kardinal zelebrierten das feierliche Hochamt die ehemaligen Pfarrer
der Domgemein- de Rektor Dr. Arno Wand und Regens Wolfgang Ipolt mit
dem jetzigen Pfarrer Richard Hentrich.

v.l.n.re.: Rektor
Dr. Arno Wand, Pfarrer Richard Hentrich, Kardinal Georg Sterzinsky,
Diakon Edmund Döring, Regens Wolfgang Ipolt
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Zu seinem
Dienst am Menschen befragt, sagt Diakon Döring:
„Mit ganzem
Herzen vertrau auf den Herrn, bau nicht auf eigene
Klugheit;
such ihn zu
erkennen auf all deinen Wegen, dann ebnet er selbst deine
Pfade.“
Diese
Erfahrung aus dem Buch der Sprichwörter ( 3,5.6) hat mich 63
Jahre meines Lebens begleitet, davon nun 25 Jahre als
Diakon.
Geboren am
24.12.1946 in Krombach / Eichsfeld. Aufgewachsen in einer
Bauernfamilie mit noch fünf Ge-schwistern.1965 Abitur in
Hei-ligenstadt mit 4 Jahren Konvikterfahrungen. 1
Jahr Intensivkurs in Griechisch und Latein in Halle.
Theologiestudium in Erfurt bis 1969. Abbruch des Studiums
nach dem Biblicum.
1970 – 1972 Lehrausbildung zum Krankenpfleger im kath.
Kranken-haus in Erfurt. Ebenfalls 1972 Ab-schluss des
Theologiestudiums mit dem Theologicum als Gasthörer. 1973 –
1985 Katechet in Jena.
Eheschließung mit Maria Möschl am 19.05.1973. Geburt der
Kinder Markus (1974), Johannes (1975), Barbara (1978 ) und
Matthias (1984).
Weihe
zum Diakon am 30. März 1985 durch Bischof Dr. Joachim Wanke
in Jena.
1986 Umzug
nach Niedersachswerfen.
Neben
vielfältigen Aufgaben in der Filialgemeinde St. Johannes
Nepo-muk in Niedersachswerfen und der Pfarrgemeinde Dom zum
Hl. Kreuz in Nordhausen schlägt mein Herz für die
Krankenhausseelsorge, die Notfallseelsorge und die
Hospizarbeit. |
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Viele Wege
wurden mir geebnet dank Gottes Fügung. Viele Menschen haben
mich ermutigt und begleitet: Meine Eltern, Geschwister,
meine Frau und Kinder, Freunde und Gemeindemitglieder und in
besonderer Weise Georg Sterzinsky (als Kaplan in
Heiligenstadt, als Pfarrer in Jena, als Generalvikar in
Erfurt, als Bischof und Kardinal in Berlin).
Ihnen allen
gilt mein aufrichtiger Dank zu meinem 25. Weihejubiläum. |
siehe auch
hier
Johannes Nepomuk Neumann
Philadelphia – mit
dieser Stadt mag man vieles verbinden, nicht aber, dass sie
Missionsgebiet sei. Als Johann Nepomuk Neumann auf dem Weg zum
Priesterberuf war, wurden jedoch für Nordamerika Missionare gesucht.
Für die deutschsprachigen Einwanderer gab es zu wenig Priester. Im
Studienjahrgang an der Fakultät in Prag hatte man ganz andere
Probleme: Als der junge Theologe, der am 28. März 1811 im böhmischen
Prachatitz geboren wurde, sich 21-jährig
entschied, dem Ruf nach Amerika zu folgen, konnte er nicht geweiht
werden – es gab zu viele Priester in der Diözese. So wandte er sich
an John Dubois, Bischof von New York, der ihn als
Priesteramtskandidat annahm. Am 20. April schiffte er in Le Havre
ein und erreichte am Fronleichnamstag 1836 New York. Gut drei Wochen
später weihte Bischof Dubois ihn in der St.-Patrick-Kathedrale zum
Priester. Das erste persönliche „Missionsgebiet“ von Johann Nepomuk
Neumann hieß Williamsville, maß 1450 km2 und bot ihm
keine Unterkunft. Dauernd auf der Wanderschaft predigte der junge
Priester, machte Krankenbesuche und feierte die Eucharistie. Nicht
immer konnte er ausreichend essen.
„Ich werde keine 50
Jahre alt“, pflegte er zu sagen. Seine Gesundheit war schon früh
angegriffen; einen ersten Schwächeanfall erfuhr er zu Ostern 1840.
Erholung fand er in einem Redemptoristenkloster. Das Leben mit
dieser Ordensgemeinschaft ließ in ihm den Wunsch reifen, selbst
Redemptorist zu werden. 1840 begann er das Noviziat. Als junger
Pater betreute er die Pfarre St. Alfons, wurde 1844 Hausoberer in
Pittsburgh und 1848 Vizeprovinzial des Ordens. Als spiritueller
Begleiter und engagierter Organisator fiel die Wahl auf ihn, als man
einen neuen Bischof für Philadelphia suchte. In seiner Amtszeit, in
der er weiterhin das Ordenskleid und keinen Bischofstalar trug,
führte er ein einfaches Leben, gründete er über 100 Kirchen und rund
80 Schulen. „Unser kleiner Bischof“ wurde der nur 1,60 m große
Ordensmann genannt. Er legte die Grundlagen für den Bau der
Kathedrale. Im Januar 1860 brach er auf dem Heimweg auf der Straße
zusammen – wie er es geahnt hatte, starb er im Alter von nur 48
Jahren. Als US-Präsident Barack Obama Papst Benedikt XVI. im Juli
2009 besuchte, übergab er dem Papst als Gastgeschenk eine Stola des
heiligen Bischof Neumann.
(Anmerkung der
Redaktion: Der heilige Johannes Nepomuk - der Brückenheilige von
Prag, nach dem die Kapelle in Niedersachswerfen benannt wurde –
ist nicht Johannes Nepomuk Neumann.) |