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Barbara allen Beschwörungen des Richters, seinen Bitten und Drohungen
standhielt, wurde sie gefoltert und schließlich durch den eigenen
Vater enthauptet. Man sagt, die Strafe Gottes folgte auf dem Fuß: ein
Blitzstrahl traf ihn tödlich.
Barbara wird gewöhnlich mit einem Turm
und - wie bei uns auch - mit einem Kelch dargestellt. Sie wird
an-gerufen um eine gute Sterbestunde, und so wurde sie die Patronin
der Artillerie und der Bergleute. Ihr Fest ist am 4. Dezember.
Auf andere Weise spektakulär war auch
das Leben des DIONYS, des ersten Bischofs von Paris. Er war vom
Papst nach Gallien geschickt worden; dort hatte die Christenverfolgung
um Lyon und Vienne entsetz-liche Opfer gefordert. Nun sollte Dionys
mit 6 weiteren Bischöfen das Christentum erneut verkünden. Dionys
schlug seinen Bischofssitz auf einer Seine-Insel (im heutigen Paris)
auf, errichtete ein Gotteshaus und ord-nete die Feier der christlichen
Feste. Er stürzte die Altäre der heidnischen Götter und führte - auch
durch sein vorbildliches Leben - viele Heiden zum Glauben. Darüber
erbosten sich seine Widersacher, und bei Ausbruch einer erneuten
Christenverfolgung um 285 ergriffen sie die Gelegenheit beim Schopf
und überga-ben ihn dem Richter. Nach schrecklichen Folterungen wurden
er und zwei seiner Mitarbeiter enthauptet.
Soweit die Überlieferung, doch die
Legende schmückt den Tod des Dionys noch aus. Sie erzählt, Dionys habe
nach seiner Enthauptung seinen Kopf in die Hände genommen und ihn zu
der Stelle getragen, wo er begraben werden wollte. Das war auf dem
Montmartre, dem Berg der Märtyrer. In unserem Domfenster ist nur sein
Kopf abgebildet. Statuen, z.B. in Vierzehnheiligen oder an Notre Dame
in Paris zeigen ihn kopflos, den Kopf in den Händen haltend. Irgendwo
las ich: „Dionys ist nicht tot. Dionys lebt! Er ist ohne Kopf, doch
nicht kopf-Ios; sein Haupt ist der Herr!" Die Kirche gedenkt seiner am
9. Oktober. |