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Details im Dom (II):
14-Nothelfer-Fenster
Christopherus und Cyriakus |
Pfarrgemeinde am Dom
ZUM HEILIGEN KREUZ
Nordhausen am Harz |
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Vom
heiligen CHRISTOPHERUS wird uns eine der schönsten Legenden
überliefert, liebevoll ausge-schmückt von tiefer Volksfrömmigkeit.
Offerus - so
hieß er eigentlich, einer, der etwas trägt - stammte aus Kanaan, ein
Hüne von Gestalt, größer als alle und deshalb entschlossen, nur dem
mäch-tigsten Herrn zu dienen. Da führt ihn eines Tages sein Weg zu
einem Einsiedler, der dem Hünen ansieht, was dieser mit seinen
kräftigen Armen schaffen könn-te. Er schickt ihn an den Fluss, über
den weithin kei-ne Brücke führt. " Bleib da und trage um Christi
willen die Pilger hinüber, du dienst dadurch dem mächtigs-ten Herrn",
sagt er ihm. Das tut Christopherus um Gotteslohn, bis ihn eines Tages
vom gegenüberlie-genden Ufer her ein Kind bittet: "Holüber, Offerus!"
Da durchquert er eilens den Fluss, findet das Kind, lädt es sich -
leicht wie ein Ball - auf die Schulter und stapft bei Wind und Wetter
und anstürmenden Fluten zurück. Das Kind aber, das eben noch leicht
wie eine Feder zu sein schien, wird schwer und schwerer. "Mir ist", so
stönt er schließlich, "als trüge ich die ganze Welt".- "Nicht nur die
Welt, sondern auch den, der sie erschaffen hat", spricht das Kind. Da
wird ihm ganz warm ums Herz und leicht auf den Schultern. Das Kind
jedoch ist plötzlich verschwunden ... |
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Sein Stab, auf den er
sich bei der Flussdurchquerung gestützt und den er schließlich am Ufer
in den Boden gestoßen hat, trägt am nächsten Morgen Zweige und
Blätter. Christopherus - Christusträger, so hatte ihn das Kind
genannt, und er trug den Namen Gottes bis nach Lykien in Kleinasien,
wo er um das Jahr 310 den Märtyrertod starb. Auf unserem bunten
Fenster ist er mit dem Jesuskind und seinem Stab dargestellt.
CYRIAKUS - haben
Sie als Nordhäuser sofort an die ehemalige Kapelle am Siechhof (heute
Konzertsaal der Kreismusikschule) gedacht, im Volksmund Cyriacikapelle
genannt? Sie war als Kapelle des ehemaligen Hospitals und Armenhauses
diesem heiligen Diakon geweiht, der im April 309 in der
Christenverfolgung unter Kaiser Maximilian den Märtyrertod starb.
Von ihm gibt es keine weiteren Lebensdaten und keine aufregenden
Legenden. Und doch ahnen wir, dass er in seinem Leben die Fußwaschung
des Herrn nicht nur zur Kenntnis genommen, sondern sie nachvollzogen
hat. Er war CYRIACOS, d.h. dem Herrn gehörend, und er war Diakon, d.h.
Diener aller: In den Lehmgruben arbeitete er für den Bau der römischen
Bäder, er schützte die Schwachen, arbeitete für sie mit und nahm für
sie auch die Peitschenhiebe an, bis zum Martyrium. So wurde er der
Patron der Sterbenden, der Fürsprecher in der Sterbestunde.
Carla Buhl |
©
Kath. Pfarramt
29. September 2010 |
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