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Bild 1 - Maria, in der
Weise des 15. Jahrhunderts von einer langstrahligen Glorie umgeben,
auf einer Halb-sichel stehend, hält das Jesuskind auf dem linken
Arm.
Bild 2
- Das Bild des hl. Eustachius, in jugendlicher
Haltung, in der Tracht der Mitte des 15. Jahrhunderts. In der linken
Hand hält er den bekannten Hirschkopf mit dem Bernwardskreuz.
Bild 3 -
Dieses Bild ist ganz bedeutungsvoll für uns. Es zeigt ein mit
Edelsteinen besetztes Prozessions-kreuz, das von zwei knienden
Engeln gehalten wird. Es ist unzweifelhaft die Nachbildung des
Nordhäuser Kreuzes, was auch in dem Tympanon im Kapitelhaus
dargestellt wird.
Bild 4 - Im flachem
Relief findet sich noch ein kleines Bild
(25 * 20 cm ): Der hl. Bischof Martin
mit dem Schwert und Mitra, zu Pferd, wie er einem unten knienden
Bettler mitleidig ein Stück seines Mantels übergibt.
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| Detailaufnahme
des Inschriftbandes: ... benigna vocata hilf
goth ... |
Foto: J
Grabinski |
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Viertelstunden-Glocke |
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Die
Viertelstunden-Glocke ist mit großer Wahrscheinlichkeit die
älteste Glocke des Domes (um 1477 gegossen) und ist am
häu-figsten - weit über das Domgelände hinaus -zu hören.
Sie wird
viertelstündlich - von der Turmuhr gesteuert – angeschla-gen.
Dabei wird der ihr ureigenste Ton "F" erzeugt.
Die Masse dieser Glocke beträgt
130 kg und sie besitzt am unte-ren Rand einen
Durchmesser von 637 mm .
Außer einer Inschrift am
Glockenhals verfügt die Viertelstunden-Glocke über keine
weiteren Verzierungen. |
Die
Mathilden- und die Marienglocke werden hier demnächst vorgestellt!
Geschichtliches zum Dom-Geläut
Der Dom "Zum Heiligen Kreuz" besaß noch
im Jahre 1740 sieben Glocken.
Im Jahre 1823 wurde eine davon von Friedrich Wilhelm III. an die
Kirche nach Friedrichslohra verschenkt.
Eine zweite Glocke war gesprungen und
ist 1904 eingeschmolzen worden.
Die daraus entstandene neue Glocke
musste 1917 für Kriegszecke abgeliefert werden, wie auch schon 1916
eine Glocke, die 300 Jahre alt war, als spätere Kanone "ihren Dienst
versah".
Aus den Erlösen und unter finanzieller
Hilfeleistung der Gemeinde sind 1927 zwei neue Glocken von der
Gießerei Gebr. Ulrich aus Apolda bezogen worden.
Eine Glocke war zu Ehren der hl.
Familie Jesus Maria Josef geweiht, wog 1285 kg (25,5 Zentner) und
hatte den Ton E.
Die lateinische Inschrift lautete
übersetzt:
„Im Kriege eingeschmolzen , im
Frieden wiederbeschafft im tausendsten Jahre nach Gründung der
Stadt Nordhausen".
Die andere Glocke, die
St.-Mathilden-Glocke, hatte ein Gewicht von 637 kg (12,5 Zentner)
und besaß den Ton Gis und trug die Inschrift:
„Heilige Mathilde, Deutschlands
Königin, Doms Gründerin, sei uns Schützerin! Im Jahre 1000 seit
Gründung der Stadt 927 - 1927".
Alle drei Glocken wurden übrigens seit
1927 elektrisch geläutet. Die Antriebe dazu lieferte die Fa. Rudolf
Brambach aus Nordhausen.
Die beiden "jungen" Glocken ereilte
schon ein paar Jahre später das gleiche Schicksal wie ihre
Vorgänge-rinnen. Bereits im Januar 1942 mussten sie abgegeben
werden, um daraus Waffen fertigen zu können.
Im Jahre 1958 fassten der
Kirchenvorstand und die Kolpingsfamilie den Entschluss, zur
Jahrtausend-Feier des Domes 1961 eine Glocke anzuschaffen.
Da zu der damaligen Zeit keine
Möglichkeit bestand, Bronze für einen Glockenguss aufzutreiben,
versuch-te man, von irgendwoher eine Glocke zu besorgen, die zu der
noch vorhandenen Glocke klanglich passte, was allerdings, trotz
mehrerer Versuche, misslang.
Auch die Alternative, eventuell
Stahlglocken zu erwerben, erwies sich als nicht praktikabel.
Mit großen Mühen gelang es schließlich der Domgemeinde, die vom
Bonifatiuswerk Paderborn geschenk-te Bronze für zwei neue Glocken in
die damalige DDR einzuführen.
Der Auftrag für denn Guss der neuen
Glocken wurde der Firma Schilling übertragen, die schon im Vorfeld
der Arbeiten der Domgemeinde mit Rat zu Seite stand.
Es wurde beschlossen, das Geläut mit den
gleichen Tönen wie die Vorgänger, nämlich mit den Tönen E und Gis zu
gießen, um den alten Drei-Klang wieder herzustellen.
Die Kosten für die Glocken wurde zum
größten Teil von der Kolpingsfamilie Nordhausen aufgebracht
Die Weihe der Glocken erfolge allerdings
nicht wie vorgesehen zu Jahrtausendfeier des Domes 1961, sondern
erst zum Patronatsfest der Domgemeinde, Kreuzerhöhung, im Jahre
1962.
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