Gottesdienstort St. Bonifatius, Ellrich

Pfarrgemeinde am Dom
ZUM HEILIGEN KREUZ
Nordhausen am Harz



Ellrich - eine kleine Stadt am Südrand des Harzes und in unmittelbarer Nähe der Landesgrenze zu Niedersachsen wurde 874 urkundlich das erste Mal erwähnt und erhielt 1286 das Stadtrecht.

Neben der Hospitalkirche, der Kirche St. Johannis und der St. Marienkirche auf dem Frauenberge ist die verhältnis-mäßig junge Kirche "St. Bonifatius" erbaut worden.

Am 20. März 1852 wurde auf Initiative von Laien die katholi-sche Gemeinde in Ellrich gegründet.
Um die Gottesdienste an einem würdigen Ort feiern zu kön-nen, entstand im Jahr 1856 eine "Notkirche". Kurz darauf erhielt die katholische Gemeinde 1859 den Status einer Mis-sionspfarrei und war seitdem u. a. auch zur Führung von Kirchenbüchern verpflichtet.
Am 24. Mai 1891 wurde dann der Grundstein für die heutige Kirche gelegt, und genau nach zwei Jahren Bauzeit - also am 24. Mai 1893 - konnte die Kirchenweihe vollzogen werden.

Beim Bau der Kirche wurde übrigens Kalkstein verwendet der aus einem Steinbruch des benachbarten Nüxei stammt.

 

Im Innern der Kirche fällt dem Betrachter sicher das als kleine Rosette gestaltete Rundbogenfenster im Chorraum auf.Im Jahr 1965 wurde dieses Fenster - es zeigt die Darstellung des guten Hirten - von innen zugemauert, um auf der dann optisch vergrößerten Innenwand ein Graffito anzubringen, welches aus dem Leben des hl. Bonifatius     - dem Namenspatron dieser Kirche - "berichten" würde.
Von diesem Vorhaben sah man später ab und legte das Fenster, aus heutiger Sicht Gott sei Dank, im Jahr 1992 wieder frei.

Das über dem Altar frei hängende Kreuz ist eigens für diese Kirche im Jahr 1971 von Frau Hildegard Hendrichs geschaf-fen worden. In der Woche vor Ostern (Karwoche) wird die-ses Kreuz, nicht verhüllt - wie in anderen Kirchen üblich - sondern mit dem Corpus Christi zur Chorwand gedreht.

Der Altar selbst besteht - wie auch die Tabernakelstele -aus Muschelkalk und ist nach den Plänen des Nordhäuser Architekten Konrad Riemann entstanden.
Am 15. Februar 1966 konnte der Altar - ganz nach den Vor-gaben des II. Vatikanischen Konzils - möglichst nahe bei den mitfeiernden Gläubigen aufgestellt werden.


 

Die Darstellungen der hl. Gottesmutter und des hl. Boni-fatius gehören genau so zu den interessanten Details wie auch das Chorfenster, das Ewige Licht, das Altarkreuz und das Rundbogenfenster über dem Eingang der Kirche.

 
          
 
 
Der Kirchenraum, so wie er im Jahr 1966 gestaltet war.

Das farbige Chorfenster (siehe oben links) war zu diesem Zeitpunkt von innen zugemauert.
   

Die Bilder und Informationen stellte uns Frau Ingeborg Riedl zur Verfügung. Herzlichen Dank!

 

Gottesdienste
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© Kath. Pfarramt
10. Februar 2010