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Filialgemeinde St. Johannes Nepomuk, Niedersachswerfen |
Pfarrgemeinde am Dom
ZUM HEILIGEN KREUZ
Nordhausen am Harz |
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60 Jahre katholische Gemeinde
Vor 1945 gab es in Niedersachswerfen nur drei
katholische Familien, die zur Domgemeinde Nordhausen gehörten.
Nach dem Krieg kamen viele Heimatvertriebene in unser Gebiet, darunter
auch viele katholische Christen. Innerhalb kurzer Zeit wuchs die Zahl der
Katholiken auf über 2000. Im September 1946 kam Pater Beck, selbst
heimatvertrieben, nach Niedersachswerfen. Er begann in aufopferungsvoller
Arbeit, die katho-lischen Christen in Niedersachswerfen und Umgebung zu
sammeln, mit ihnen Gottesdienste zu feiern und ein Gemeindeleben zu
organisieren. Dabei war er auf die Hilfe der evangelischen Gemeinden
angewiesen, die in großzügiger Weise ihre Kirchen und Gemeinderäume zur
Verfügung stellten und halfen, wo es mög-lich war.
1952 konnte die Domgemeinde Nordhausen das Grundstück des Sägewerkes
Knappmann in der Nordhäu-ser Str. 24 in Niedersachswerfen käuflich
erwerben. Im Wohnhaus wurde eine Kapelle eingerichtet. Für grö-ßere
Gottesdienste wurde notdürftig die Sägewerksbaracke genutzt.
1959 starb Pater Beck und wurde auf dem Friedhof in Niedersachswerfen
beerdigt.
Sein Nachfolger, Pfarrer Preiß, leitete die Gemeinde bis zu seinem Tode im
Jahre 1969. Auch er fand seine letzte Ruhestätte auf dem Friedhof in
Niedersachswerfen.
Die Zahl der Gemeindemitglieder sank inzwischen auf unter 1000.
1970 wurde der erste Ständige Diakon der damaligen DDR, Wilhelm Kirchner,
nach Niedersachswerfen ver-setzt, um die katholische Gemeinde in
Zusammenarbeit mit der Domgemeinde Nordhausen zu leiten: von der
Kleinkindstunde über Religionsunterricht, Jugendarbeit, von
Familienkreisen bis zur Seniorenarbeit, von der Taufe bis zur Beerdigung.
In die Sägewerksbaracke wurde die heutige Kapelle eingebaut und am 29. Mai
1975 durch den damaligen Weihbischof Joachim Meisner auf das Patrocinium
von St. Johannes Nepomuk geweiht.
Im Januar 1986 kam Diakon Edmund Döring mit Familie nach Niedersachswerfen
und übernahm das Aufga-bengebiet von Diakon Kirchner.
Die Kapelle im Wohnhaus wurde zu einem Gruppenraum umgewandelt.
Nach der Wende wurde - wie überall- gebaut, erweitert und modernisiert.
Viele dieser Arbeiten wurden zum Teil in ehrenamtlicher Arbeit durch
Gemeindemitglieder in eigener Regie durchgeführt. Dies hatte auch zur
Folge, dass sich die Gemeinde wie eine „Großfamilie“ hier zu Hause fühlt.
In Gottesdiensten, bei Gemeindeabenden, Gemeindefesten, aber auch Bowling-
und Tanzabenden wird das Zusammengehörigkeitsgefühl immer wieder gestärkt.
1994 erhielt die Seelsorgestelle den Status einer Filialgemeinde.
Die Zahl der Gemeindemitglieder ist inzwischen auf 340 gesunken. Zu den
Sonntagsgottesdiensten in Nie-dersachswerfen und Ilfeld kommen in der Regel
60 - 90 Gläubige, darunter auch „Stammgäste“ aus Nord-hausen.
Die Kinder- und Jugendarbeit und der Religionsunterricht wurden in die
Domgemeinde integriert. Einen hohen Stellenwert im Gemeindeleben hat die
Sternsingeraktion. Da die Zahl der katholischen Kinder für diese Aktion
nicht mehr ausreicht, kommen auch evangelische und ungetaufte Kinder dazu.
Eine Beson-derheit ist das Krippenspiel am Hl. Abend, bei dem nicht nur
Kinder, sondern vor allem auch Erwachsene mitspielen.
Mit einem hohen Spendenaufkommen und viel Kraft erhalten die
Gemeindemitglieder, das 6700 qm große Gelände mit den Gebäuden.
Am 28. Mai 2006 wurde in einem Festgottesdienst
mit Weihbischof Hauke und einem anschl. Gemeinde-fest das 60
- jährige Bestehen der katholischen Gemeinde begangen.
©
Kath. Pfarramt
30. März 2007 |
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