DOM ZUM HEILIGEN KREUZ      

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Der Kreuzweg [ 11 ]


In jeder katholischen Kirche befinden sich in der Regel vierzehn (manchmal auch sieben) Bilder, die den Kreuzweg Jesu darstel- len; den Weg, den Jesus am Karfreitag mit dem Kreuz zur Anhöhe Golgatha gehen musste, wo er gekreuzigt wurde. Schon in der frühen Zeit der Kirche gingen Menschen in Jerusalem den Weg nach, den Jesus gegangen war, um sich an sein Leiden und Sterben zu erinnern. Im Mittelalter wurde dieser Brauch in Europa üblich, und die einzelnen Stationen (welche das sind, könnt ihr am Ende des Textes lesen) wurden bebildert. Die ältesten Kreuzwege in deutschen Kirchen sind über 600 Jahre alt. Seit rund 200 Jahren gibt es eine Vorschrift, dass in jeder katholischen Kirche ein Kreuzweg hängen soll. Dabei können die einzelnen Kreuzwegstationen sehr schlicht oder auch sehr prächtig sein; häufig sind sie aus Holz, aber auch andere Materialien werden gebraucht.

Vor den Kreuzwegstationen feiern Menschen sogenannte Kreuzwegandachten, besonders an jedem Freitag und in der Karwoche. Sie sprechen an jeder Station ein Gebet und denken über das Leiden Jesu nach.

Die 14 Stationen des Kreuzwegs sind:

1. Station: Jesus wird zum Tode verurteilt.

2. Station: Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern.

3. Station: Jesus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuz.

4. Station: Jesus begegnet seiner Mutter Maria.

5. Station: Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz zu tragen.

6. Station: Veronika reicht Jesus das Schweißtuch.

7. Station: Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz.

8. Station: Jesus begegnet den weinenden Frauen.

9. Station: Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz.

10. Station: Jesus wird seiner Kleider beraubt.

11. Station: Jesus wird ans Kreuz genagelt.

12. Station: Jesus stirbt am Kreuz.

13. Station: Jesus wird vom Kreuz genommen.

14. Station: Jesus wird ins Grab gelegt.

Quelle: Bergmoser + Höller Verlag AG
Text: Roswitha Tillmann