DOM ZUM HEILIGEN KREUZ      

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Die Kirchenfenster [ 13 ]

Schon seit rund 3.500 Jahren können Menschen Glas herstellen. Zuerst wurden Gefäße aus Glas hergestellt; seit rund 2.000 Jahren verwenden die Menschen Glas auch für Fenster – damit mehr Licht in die Räume kam und die Wärme darin blieb (vorher waren die Fenster offen), also genauso wie heute.

Zunächst gab es Glasfenster nur in öffentlichen Gebäuden und bei den reichen Menschen, da die Herstellung von Glas sehr auf- wändig und teuer war. Schnell wurden Glasfenster auch in Kirchen benutzt, dabei wurde farbiges Glas benutzt oder das Glas bemalt. Deshalb sehen wir noch heute in vielen Kirchen so bunte Fenster, durch die das Licht so wunderbar farbig in die Kirche scheint.
Bei manchen Fenstern bilden die farbigen Teile der Fenster abstrakte Formen, die meisten Fenster in Kirchen zeigen aber erkenn- bare Bilder, wie beispielsweise das Vierzehn-Heiligen-Fenster oder das Mathilden-Helena-Fenster hier im Nordhäuser Dom.

Das können also Bilder von Heiligen sein oder häufig werden Geschichten aus der Bibel, besonders aus dem Leben Jesu gezeigt. Das war auch deshalb wichtig, weil viele Menschen früher nicht lesen konnten oder die Bibel nur in Latein geschrieben war, das nur wenige verstanden. Und so konnten auch diese Menschen die biblischen Geschichten in den Kirchenfenstern sehen.

Kirchenfenster haben oft eine schmale, oben spitz zulaufende Form. Es gibt aber auch kreisrunde Fenster, die Rosetten genannt werden. Häufig bestehen die Fenster in Kirchen aus ganz vielen kleineren Glasstücken, die miteinander durch Metall (Blei) verbunden sind, deshalb spricht man auch von Bleiglasfenstern.

Quelle: Bergmoser + Höller Verlag AG
Text: Roswitha Tillmann