DOM ZUM HEILIGEN KREUZ      

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Das Weihwasserbecken [ 2 ]  

Am Eingang jeder katholischen Kirche findest du ein oder mehrere Weihwasserbecken, in denen sich ein wenig Weihwasser befindet. Weihwasser ist Wasser, über das vom Priester ein Segensgebet gesprochen wurde. Häufig sind die Weihwasserbecken eher unscheinbar und nicht so prächtig wie auf dem Foto. Beim Betreten und beim Verlassen der Kirche tauchen die Menschen die Hand kurz in das Weihwasserbecken, benetzen die Finger und bekreuzigen sich. Dabei sprechen sie die Taufformel: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ Damit erinnert sich der Christ an seine eigene Taufe – und an die Taufe Jesu.

Weihwasserbecken können aus unterschiedlichen Materialien bestehen und unterschiedliche Formen haben. In der Regel sind sie in der Nähe des Eingangs an einer Wand oder an einer Säule befestigt, meistens etwa in Ellenbogenhöhe. Dass die Weihwasserbecken am Eingang der Kirche sind, hat nicht nur praktische, sondern auch symbolische Gründe: Sie markieren die Schwelle zwischen der Alltagswelt und dem kirchlichen Raum, das Kreuzzeichen mit dem Weihwasser dient der Vorbereitung auf das Gebet und auf den Gottesdienst.

Christen dürfen Weihwasser auch mit nach Hause nehmen und dort in den Zimmern in Weihwasserbecken (auch Weihwasser-kessel genannt) aufbewahren, um sich beim Betreten und Verlassen eines Zimmers mit dem Weihwasser zu bekreuzigen und sich so an ihre Taufe zu erinnern. In Süddeutschland finden sich auch an Gräbern Weihwasserbecken.  

Quelle: Bergmoser + Höller Verlag AG
Text: Roswitha Tillmann