DOM ZUM HEILIGEN KREUZ      

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Der Taufstein [ 3 ] 

Der Taufstein, auch Taufbecken genannt, dient der Taufe. Die Taufe ist die Aufnahme eines Menschen in die Gemeinschaft der Christen. Das Taufbecken finden wir oft am Eingang der Kirche, in einer kleinen Nische oder in einer Taufkapelle, die auch Baptisterium genannt wird.

Früher wurden die Menschen durch Untertauchen in fließendes Wasser getauft. Zum Beispiel im Meer. Bei diesem Ritual wurden sie dreimal untergetaucht. Später baute man dafür eigene Kapellen in oder an einer Kirche, in denen Taufbecken standen, die so groß waren, dass die Täuflinge ganz darin untergetaucht werden konnten.

Da sich das Christentum immer weiter verbreitete, und dadurch auch immer mehr Säuglinge getauft wurden, änderte sich das Ritual. Die Säuglinge wurden dreimal mit Wasser begossen. So wie es auch heute gemacht wird. Das dreimalige Begießen mit Wasser soll an die drei Tage erinnern, die Jesus vor seiner Auferstehung im Grab lag.

Früher wurde nur in der Osternacht getauft, das ist heute nicht mehr so. Heute werden die Kinder immer häufiger in einem Gottesdienst getauft, was die Aufnahme in die christliche Gemeinde besser zum Ausdruck bringt.

Das Taufbecken ist meist aus einem großen Stein gefertigt. Es steht oft auf einem viereckigen Sockel. Die vier Ecken sollen an die vier Himmelsrichtungen erinnern.

Meist haben Taufbecken zwölf oder acht Ecken. Die zwölf Ecken erinnern an die zwölf Apostel, die acht Ecken an die Arche Noah (nach der Sintflut wurden acht Menschen gerettet).

In der modernen Zeit gibt es auch einige wenige dreieckige Taufbecken, die drei Ecken stehen für die Dreieinigkeit von Gottvater, Sohn und Heiligem Geist.    

Quelle: Bergmoser + Höller Verlag AG
Text: Roswitha Tillmann