Erntedankfest 2011

Pfarrgemeinde am Dom
ZUM HEILIGEN KREUZ Nordhausen am Harz



Mit dem sehr gut besuchten Festhochamt am 25. September 2011 feierten die Gläubigen der Domgemeinde mit ihren Gästen das diesjährige Erntedankfest.
Pfarrer Richard Hentrich ließ in seiner Be- grüßung die vielen unvergesslichen Momen- te des Papstbesuches in Thüringen aufleben und verband seine Eindrücke mit den großartigen Erlebnissen der Nordhäuser Papstpilger in Etzelsbach und Erfurt.
Gründe zu danken gab es und gibt es reich- lich:
Für den gerade erlebten Papstbesuch (wo- bei hier die Früchte erst in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren "geerntet" werden können), wie aber auch für die vielen verschiedensten Erntegaben aus Wald und Flur, für die Erstkommunionkinder, die sich in diesem Gottesdienst vorstellten und im nächsten Jahr das Sakrament der Eucha- ristie empfangen werden, für Gemeindemit- glieder, die sich immer wieder in die Pastoralaufgaben einbringen oder einfach "nur" Ehrenamts-Arbeit leisten, um nur einige Dinge zu benennen.

Mit dem Erntedankfest endete auch das Festjahr "1050 Jahre Stift und Dom Nordhausen".

Sechzehn Kommunionkinder begannen unter der Anleitung und Betreuung des Diakons Edmund Döring ihren Kommunionkurs, d.h. die persönliche Vorbereitung auf den ersten Empfang der Heiligen Kommunion im nächsten Jahr.
Im heutigen Erntedankgottesdienst stellten sich die Kinder der Gemeinde vor und benannten dabei einen Gegenstand aus Umwelt oder Natur, mit dem sie sich besonders identifizieren können.

Seit vielen Jahren schon arrangiert Frau Urbansky mit immer neuen Ideen und viel Phantasie, die einzelnen Blumengestecke. Zu jeder "Jahreszeit" des Kirchenjahres bekommt der Dom dadurch eine ganz persönliche Note. Besonders am Erntedankfest beinhalten die Arrangements eine farbenfrohe Auswahl der herbstlichen Natur. In diesem Jahr aber wurden auch die Altarstufen phantasievoll und farbenfroh mit Blumen, Früchten und anderen Erntegaben verziert.
Viele Gemeindemitglieder haben mit ihren Gaben aus eigenen Gärten dazu beigetragen, dass eine reiche Auswahl der Natur so reizvoll zusammengestellt werden konnte.

Die Gestaltung des herrlichen Erntekranzes übrigens lag in den Händen der Landfrauen, die auch im vergangenen Jahr (ökumenischer Gottesdienst auf dem Petersberg) ihren Teil beitrugen.

Zum Erntedankfest:

Immer dann, wenn sich der Mensch sich als Teil der göttlichen Schöpfung betrachtet, wird er auch für seine Nahrung, als Teil dieser Schöpfung, einen tiefen Dank empfinden und zum Ausdruck bringen.
Der Abschluss der Erntetätigkeiten bietet darum dringenden Anlass zu Feier und Dank.
Bereits im späteren Judentum gab es zwei Erntefeste: das Pfingstfest als Getreide-Erntefest und das Laubhüttenfest als Wein- und Gesamt-Erntedankfest.
Für das Erntedankfest in der katholischen Kirche (seit dem 3. Jahrhundert.) fehlt ein welt-einheitlicher Termin. Für Deutschland einigte sich die Bischofskonferenz im Jahr 1972 auf den ersten Sonntag im Oktober.
Die kirchlichen Erntedankfeiern sind in die jeweiligen Festgottesdienste eingebunden. Dabei schmücken die Früchte der Natur - als Erntegaben - die Altäre (siehe Bilder).
In unserer Gemeinde ist deshalb der Erntedankgottesdienst eng mit einer Solidaritäsgabe für hungernde Menschen verbunden.

 


© Kath. Pfarramt
27. September 2011