DOM ZUM HEILIGEN KREUZ      

              NORDHAUSEN           


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Grabplatten 

Die Grabplatten hinter dem Dom

  • befanden sich - wie die übrigen 23 Grabplatten -
    ursprünglich ebenfalls im Dom (Nordseite, also linke Seite des Kirchenschiffs)
  • dienten als Abdeckungen der Grabstellen, stellten den Toten
    in einer seiner Stellung entsprechenden Haltung dar,
    d.h. meistens in Gewändern eines Geistlichen/Domherren,
    mit Kelch in den Händen, bereit zur Feier der Eucharistie (Abendmahl)
  • Zweck der gestalteten Grabplatten:
    • Erinnerung an Leben und Wirken des Toten
    • evtl. Mahnung an die Lebenden
    • Hinweis auf Zeitgeschichte
  • Darstellung von links nach rechts:
    • 1513   Kanoniker Andreas Waldburg
    • 2. Hälfte 15. Jh.   Geistlicher
      (Name auf Umschrift nicht mehr lesbar)
    • 1597   Domherr Andreas Kramer
      in einem Rundbogen stehen, ein Chorbuch im Arm, d.h. auf dem
      Weg zum Chorgebet, z.B. Vesper oder Komplet
    • 1675   Domherr Henning Burchard Ude
      in einem Rundbogen stehend, Kelch in der linken Hand,
      weist mit der rechten Hand auf die Hostie über dem Kelch,
      Stifter der Pietà (siehe Gedenkbereich im Dom)
    • Mitte 15. Jh.   Diakon Reinhard Wüsteberg
      d.h. eine frühe Darstellung eines Rosenkranzbeters
      Rosenkranz hier: eine frühe einfache Gebetsschnur
    • um 1500   Geistlicher
      (Name auf Umschrift nicht mehr lesbar)

Text: Detlef Kreiter