DOM ZUM HEILIGEN KREUZ      

              NORDHAUSEN           


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Fenster

Das Mathilden-Helena-Fenster

  • ältestes Fenster im Dom, 1880/1890
  • Dom wurde um 1927/29 (Jahrtausendfeier der Stadt Nordhausen) mit
    neuen bunten Fenstern ausgestattet,
    Mathilden-Helena-Fenster ausgebaut, um einer einheitlichen Fenstergestaltung
    Platz zu machen, in Kisten verpackt und im Keller des damaligen Behördenhauses
    (heute: Sozialgericht am Taschenberg) untergestellt,
    überstand so den Angriff auf Nordhausen und konnte 1945
    wieder eingebaut werden
  • Darstellung der beiden Frauen eng mit der Geschichte des Domes verbunden:
    • Königin Mathilde (links):
      Darstellung mit Kirchenmodell
      Gründerin des Frauenstiftes, aus dem der Dom hervorging
      Gedenktag: 14. März
    • Kaiserin Helena (rechts):
      Darstellung mit Kreuz
      Mutter Kaiser Konstantins, trug zum Auffinden des Kreuzes Christi(*)
      in Jerusalem bei (um 326)
      Gedenktag: 18. August

      (*) Ein winziger Splitter dieses Kreuzes wird seit 1000 im Dom verehrt
      und gab dieser Kirche den Namen Dom zum Heiligen Kreuz.

Das Vierzehn-Heiligen-Fenster

  • Entwurf, Fertigung und Einbau erfolgten 1950
  • Künstler Winfried Warmke, aus Nordhausen stammend,
    Schüler bei Prof. Domke
  • Hersteller: Fa. Müller, Quedlinburg
    fertigte auch die Fenster der Nordhäuser St.-Blasii-Kirche,
    nach Entwürfen von Prof. Martin Domke, ehem. Leiter der Nordhäuser Kunstschule (Judenturm)
  • Darstellungen im Fenster
    • (Fenstergiebel) Jesuskind in Windeln auf Kreuz gebunden (*)
    • (links oben) Hll. Achatius, Pantaleon, Margareta
    • (links mittig) Hll. Barbara und Dionys

    • (links unten) Hll. Christopherus und Cyriakus

    • (rechts oben) Hll. Vitus, Erasmus, Katharina

    • (rechts mittig) Hll. Blasius, Eustachius

    • (rechts unten) Hll. Georg, Ägidius

      (*)  Dazu sagte Winfried Warmke später Folgendes: "Es war meiner Meinung nach sein,
      d.h. des damaligen Dechanten Dr. Josef Maria Werners Wunsch, im abschließenden
      oberen Teil einen Jesusknaben abzubilden ... Die Art und Weise, wie das aussieht,
      ist mein Gedanke. Ich wollte, dass der Dom zum Heiligen Kreuz damit in Verbindung
      kommt ... Ich kann natürlich nicht ein kleines, hilfloses Kind ans Kreuz nageln,
      so fiel mir diese 'Bindung' an ein vorbestimmtes Schicksal ein ..."

Text: Carla Buhl