DOM ZUM HEILIGEN KREUZ      

              NORDHAUSEN           


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Kreuzgang 

  •  Kreuzgang *    gedeckter Gang mit offenen Bögen, der einen viereckigen Hof umschloss
  • (bei alten Domen, Klöstern und Stiften)
  • 1762 zum großen Teil abgetragen, erhalten ist der westliche Teil im Anschluss an den Dom
  • geschlossene Front des Kreuzganges (Westseite) im spätromanischen Stil vor 1180
  • die offene Außenseite (Ostseite) von etwa 1450 gotisch
  • im oberen des noch existierenden Teils befanden sich einst Kapitelsaal und Stiftsarchiv
    (1894 zur Küsterwohnung umgebaut; 1996 Umbau als Gemeindezentrum)
  • über kleine Pforte Bild der Rose  →  Symbol des Schweigens und der Verschwiegenheit
    über die Vorgänge in den Kapitelsitzungen
  • an den Kapitellen im Kreuzgang bildhafte Darstellungen (z. B.)
    • zwei zweibeinige mit den Schwänzen verschlungene Tiergestalten
    • Männerkopf mit Zipfelmütze, aus dessen Mund zu beiden Seiten Kreuzblumenranken
      zu phantastischer Ohrenbildung herauswachsen
    • aufrechter Hase
    • weiblicher Kopf mit Kopfbedeckung einer verheirateten Frau (14. Jh.)

(*) Ein Kreuzgang (von seiner ursprünglichen Aufgabe her) verband die vier wichtigen Bestandteile eines Klosters:

  • Kirche,
  • Dormitorium (lat. Schlafsaal),
  • Refektorium (lat. Speisesaal) und
  • Kapitelsaal (Versammlungsstätte der klösterlichen Gemeinschaft).

Auf dem heutigen Domhof stilisiert eine Buchenhecke die ursprüngliche Flächenausdehnung
des ehemaligen Kreuzganges. 

 

Text: Carla Buhl